Die Rolle von Wohnungsgenossenschaften gestern und heute
Als Wohnungsgenossenschaft haben wir immer mehr getan, als nur Wohnungen bereitzustellen. Seit unserer Gründung orientieren wir uns an den Bedürfnissen unserer Mitglieder. Unser Ziel ist es, gutes Wohnen zu ermöglichen und eine hohe Wohnqualität in all ihren Facetten zu schaffen.
Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Als Genossenschaft handeln wir im Interesse unserer Mitglieder. Durch unsere demokratische Struktur haben sie die Möglichkeit, sich einzubringen, mitzubestimmen und die Entwicklung unserer Genossenschaft aktiv mitzugestalten.
Viele unserer Mitglieder entscheiden sich bewusst für eine Wohnform zwischen klassischer Mietwohnung und Wohneigentum. Der genossenschaftliche Dauernutzungsvertrag bietet dabei ein hohes Maß an Sicherheit und langfristige Perspektiven für das eigene Zuhause.
Darüber hinaus bieten wir und viele andere Wohnungsgenossenschaften unterschiedliche wohnungsnahe Dienstleistungen an oder vermitteln diese. Unser Wohnungsangebot ist vielfältig und umfasst verschiedene Wohnformen sowie unterschiedliche Immobilientypen. Viele unserer Wohnungen liegen in zentralen Lagen oder in modernisierten Bestandsgebäuden.
Für uns steht nicht nur die Wohnung im Mittelpunkt, sondern auch das Zusammenleben in unseren Quartieren. Deshalb fördern wir Nachbarschaft, Gemeinschaft, den persönlichen Austausch und die Beteiligung unserer Mitglieder.
Auch unsere Mietpolitik orientiert sich traditionell an den Grundsätzen genossenschaftlichen Handelns. Im Mittelpunkt stehen nicht Gewinnmaximierung, sondern die langfristige Versorgung unserer Mitglieder mit gutem Wohnraum und die zukunftsorientierte Entwicklung unseres Bestands.
Mietanpassungen erfolgen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie der Investitionen, die für den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Wohnungsbestände erforderlich sind.


Die Entwicklung der Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz
Aus diesen genossenschaftlichen Grundsätzen heraus hat sich die Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG kontinuierlich weiterentwickelt. Unsere satzungsmäßige Aufgabe ist es, unsere Mitglieder mit gutem, sicherem und sozial verantwortbarem Wohnraum zu versorgen. Deshalb investieren wir seit jeher in die Pflege, Instandhaltung und Modernisierung unseres Bestands und erweitern diesen durch Ankäufe, Ausbauprojekte und Neubauten.
Einen wichtigen Entwicklungsschritt stellte die Zusammenführung mehrerer Wohnungsunternehmen dar. Im Jahr 1943 entstand durch die Verschmelzung der Sülzer Siedlungsgenossenschaft mit der
- Gemeinnützigen Siedlung Deutsches Heim eG,
- der Kölner Gemeinnützigen Siedlungsvereinigung eG,
- der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Deutz eG,
- und der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Raderberg eG
die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG.
Ein weiterer Meilenstein folgte 1970 durch die Verschmelzung mit der „Gemeinnützigen Eigenheim- und Wohnungsbaugenossenschaft Kölner Heinzelmännchen eGmbH”. Seitdem firmieren wir als „Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG”.
Heute umfasst unser Bestand:
- Wohneinheiten: 3.366
- Garagen/Stellplätze: 1071
- Gewerbeeinheiten: 45 (inkl. 3 Kindergärten)
- Wohn-/Gewerbefläche: 238.714 qm
Da bebaubare Grundstücke im städtischen Raum nur begrenzt verfügbar waren, haben wir unseren Bestand zwischen 1996 und 2009 vor allem durch den Ankauf von Objekten in Köln-Zollstock und Köln-Holweide sowie durch den Ausbau bislang ungenutzter Speicherplätze zu Dachgeschosswohnungen erweitert.
Im Jahr 2002 haben wir unseren Bestand erstmals über die Stadtgrenzen Kölns hinaus nach Hürth ausgeweitet.
2009 konnten wir gemeinsam mit drei weiteren Wohnungsgenossenschaften ein großes Grundstücksareal in Köln-Zollstock erwerben und entwickeln. Zwischen 2012 (Baufeld 1) und 2014 (Baufeld 3) entstanden dort 336 Wohnungen, vier Gewerbeeinheiten sowie eine Kindertagesstätte.
Anfang 2011 haben wir außerdem ein denkmalgeschütztes Wohngebäude in Köln-Nippes erworben, das unseren dortigen Bestand ideal ergänzt. Die Wohnungen wurden umfassend modernisiert und konnten 2012 bezogen werden.
2012 kam eine weitere Wohnanlage in Köln-Riehl hinzu. Nach einer umfangreichen Sanierung im Jahr 2014 entstanden dort zusätzlich zu den bestehenden 18 Wohnungen sechs neue Dachgeschosswohnungen. Das Grundstück bietet darüber hinaus weitere Entwicklungsmöglichkeiten.
Ein besonderes Projekt war die Entwicklung des ehemaligen Geländes der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln am Sülzgürtel 47. Anfang 2014 konnten wir die letzten Baufelder ”1 und 2 mit Kirche” erwerben. Durch die Kombination von Bestandsgebäuden und Neubauten entstanden öffentlich geförderte und frei finanzierte Wohnungen, eine Kindertagesstätte, ein Supermarkt, Arztpraxen, Büros, Carsharing-Stellplätze sowie unsere neue Geschäftsstelle. Auch die denkmalgeschützte Waisenhauskapelle wurde einer neuen Nutzung zugeführt. Mit den Bauarbeiten wurde 2015 begonnen. Aus ihr entstand das VENTANA, das heute als Veranstaltungs- und Begegnungsort das Quartier bereichert. Hier finden kulturelle Veranstaltungen, Tagungen, Trauungen und vielfältige Angebote für die Menschen im Veedel statt.
Neben der Erweiterung unseres Bestands hat für uns die Pflege und Weiterentwicklung unserer Immobilien einen hohen Stellenwert. Bei Modernisierungen betrachten wir Gebäude und Wohnumfeld stets ganzheitlich. So schaffen wir Verbesserungen für die Wohnqualität und tragen gleichzeitig zur Weiterentwicklung der Quartiere bei.
Unterschiedliche Fassadengestaltungen geben vielen Häusern ihren eigenen Charakter und stärken die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Zuhause. Gleichzeitig bleiben alle Gebäude als Teil unserer Genossenschaft erkennbar. Dazu trägt auch unser Genossenschaftslogo bei, das an den Hauseingängen angebracht ist.
Seit jeher verstehen wir uns außerdem als Dienstleister für unsere Mitglieder. Dabei verbinden wir Serviceorientierung mit einer verantwortungsvollen und wirtschaftlich soliden Unternehmensführung. Die Grundlage dafür bilden ein gesunder Wohnungsbestand, eine langfristige Bestandsstrategie und eine faire Mietpreispolitik.